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PET-Rezyklierung

Die PET-Sammelstellen in der Schweiz sind ausschließlich für Getränkeflaschen gedacht.

Öl - und Essigflaschen, wie auch Schalen (z.B. Salate, Fleisch) und Blister aus PET dürfen nicht abgegeben werden, was auf den ersten Blick sehr unsinnig erscheint.

Als Begründung dafür wird angeführt: Andere PET-Produkte verunreinigen die PEt-Sammlung und dürfen deshalb nicht in die PET-Flaschensammlung gegeben werden.

Grund dafür ist eine unterschiedliche Materialqualität bei Flaschen und Blistern resp. Schalen.

Würden diese der PET-Flaschenrezyklierung zugegeben, könnte das rezyklierte Material nicht mehr für die Produktion von neuen Flaschen benutzt werden.

Es ließen sich lediglich minderwertige Produkte daraus produzieren.

Insofern die auf den ersten Blick sinnlose Trennung zwischen PET-Flaschen und normalen Flaschen. Wobei immer noch nicht beantwortet ist, warum man andere PET-Produkte nicht auch wie Flaschen separat abgeben kann beim Verkäufer (zB Migros, Denner, Coop)

93 Prozent aller Getränkeverpackungen werden rezykliert

2012 wurden in der Schweiz 93 Prozent der Getränkeverpackungen nach dem Gebrauch wieder verwertet. Die Rücklaufquote bei den Glasflaschen betrug 96 Prozent, bei den PET-Flaschen 81 Prozent und bei den Aludosen 92 Prozent. Damit ist die Gesamt-Recyclingquote verglichen mit dem Vorjahr (92 Prozent) stabil bis leicht steigend. Dies geht aus der Statistik hervor, die das BAFU am 3. September 2013 veröffentlicht hat.

Dank der Verwertung von Getränkeverpackungen aus Glas, PET und Aluminium können Energie und natürliche Ressourcen eingespart werden. Deshalb schreibt die Verordnung über Getränkeverpackungen vor, daß solche Behältnisse gesammelt und rezykliert werden müssen. Werden nicht mindestens 75 Prozent dieser Verpackungen dem Recycling zugeführt, kann der Bund eine Pfandpflicht einführen. Diese Mindestverwertungsquote wurde 2012 erneut deutlich übertroffen.

Stabile Mengen verkaufter und verwerteter Einweg-Getränkeverpackungen

2012 wurden in der Schweiz rund 3 Milliarden Getränkeverpackungen aus Glas, PET oder Aluminium verkauft, d.h. pro Person wurden letztes Jahr rund 370 Getränkeverpackungen, bzw. eine Verpackung pro Tag, verbraucht. Die abgesetzte Gesamtmenge betrug rund 309'000 Tonnen und ging gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent zurück. Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, daß die verschiedenen Einweg-Getränkeverpackungen leichter werden.

Gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr verkauft wurden Aludosen (+ 11 Prozent). Diese Entwicklung erklärt sich aus dem vermehrten Konsum von Erfrischungsgetränken, Energydrinks und (Import-)Bieren in Aludosen sowie einer Steigerung des privaten Konsums gegenüber dem Konsum im Gastgewerbe.

Bei den Mehrwegflaschen aus Glas setzt sich der rückläufige Trend weiter fort: Der Anteil Mehrwegflaschen am Gesamtkonsum ging 2012 auf 14 Prozent zurück (2011: 15.5 Prozent). Mehrweg-Glasflaschen sind vor allem im Gastgewerbe verbreitet.

Herausforderung: Littering von Getränkeverpackungen

Eine Herausforderung bleibt das Littering, d.h. das achtlose Wegwerfen von Abfällen.  Auch Getränkeverpackungen werden gelittert, ihr Anteil an der Gesamtmenge gelitterter Abfälle beträgt 17 Prozent und verursacht jährliche Reinigungskosten von rund 50.6 Mio. Franken.

Der Rückschluss, daß die nicht in die entsprechenden Sammelbehälter gebrachten Getränkeverpackungen gelittert werden, ist falsch. Denn noch immer werden bedeutende Mengen Getränkeverpackungen mit dem Siedlungsabfall, sei dies zu Hause oder via öffentliche Abfallkübel, entsorgt. Dieses ungenutzte Verwertungspotential soll in Zukunft besser genutzt werden.

Verschiedene Maßnahmen zur Bekämpfung des Litterings werden kontinuierlich umgesetzt. Im Vordergrund stehen insbesondere Sensibilisierungskampagnen, konkrete Aktionen und der stetige weitere Ausbau des Angebots an Sammelstellen und Rückgabemöglichkeiten.

Als neue Maßnahme wird im Parlament gegenwärtig eine Strafnorm für das Littern auf der Ebene der Bundesgesetzgebung diskutiert. Zudem wird an der Einführung verursachergerechter Littering-Gebühren gearbeitet.

Oft wird die Einführung einer Pfandpflicht für sämtliche Getränkeverpackungen als mögliche Maßnahme gegen Littering genannt. Das Parlament hat aber Vorstösse dazu immer abgelehnt. Argumente gegen die Einführung einer Pfandpflicht sind die errechneten jährlichen hohen Kosten von rund 290 Mio. CHF für den Betrieb der Rücknahme-Systeme für alle Getränkeverpackungen (z.B. Pfand-Rücknahmeauto­maten) und der mit einer Pfandpflicht zwangsläufig verbundene deutliche Rückgang  um mehrere Tausend Rückgabestellen. Dies, da mit einem Pfand die Rückgabe grundsätzlich nur noch via die Verkaufsstellen möglich wäre.

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October 27. 2017 21:00:47
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